ELearning bietet mittlerweile in vielen Fällen die gleiche methodische Vielfältigkeit wie Präsenzseminare. Dadurch lassen sich zeitliche Ressourcen und Kosten einsparen. Derzeit werden die Möglichkeiten in Deutschland noch wenig genutzt. Gutes ELearning der Zukunft erfordert methodisch/didaktisch versierte Trainer.

Oftmals wird unter ELearning klassisches WBT (Web Based Training) verstanden, dass nur Wissen vermitteln und anwendungstechnische Demonstrationen liefern und deshalb auch am Besten im Bereich der Produktschulungen eingesetzt werden kann. Bei WBT´s handelt es sich allerdings immer um asynchrones ELearning, mit rein wissensvermittelndem Charakter. Wenn die Wissensvermittlung allerdings nicht genügt, und zu handlungsaktiven Methoden gegriffen werden soll, dann bedarf es eines synchronen ELearning.

Lernen ist ja weit mehr als die Vermittlung von Wissensinhalten, Lernen soll zum Können führen. Der Transfer vom Wissen zum Können und zur Praxisanwendung gelingt in der betrieblichen Weiterbildung viel zu selten. Viele beschränken sich aus Kostengründen auf Wissensvermittlung und wundern sich, dass in der Praxis kaum etwas ankommt. Die neue Didaktik, die über das Können hinaus auch noch Kompetenzentwicklung fordert, um das Können auch auf neu eintretende Situationen übertragen zu können, geht oft leer aus. Um Kompetenzentwicklung zu erreichen, lässt sich synchrones ELearning kaum noch wegdenken, wenn es darum geht, knappen Zeitressourcen und beschränkte Budgets gerecht zu werden.

Methodisch lässt sich alles was im Präsenzseminar möglich ist, auch im ELearning abbilden ohne Qualitätsverluste in Kauf zu nehmen. So können u.a. Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Planspiele und auch didaktische Spiele/Übungen im virtuellen Classroom durchgeführt werden. Von der Vierecken-Methode, über Gruppenpuzzle bis hin zum Activlearning, alles ist mttlerweile Online durchführbar. Es ist den meisten Bildungsentscheidern nur noch nicht bekannt oder bewusst.

Die Befürchtung, dass ELearning von Weiterbildungsteilnehmern nicht gut angenommen wird, ist mittlerweile auch unbegründet. Es kommt auf den Trainer an, seine pädagogische Phantasie und auf seinen pädagogischen Blick, und auf seine Methodenvielfalt in Sachen ELearning. Die Devise muss deshalb lauten, ELearning neu denken.

Und wenn der Transfer der gewonnenen Erkenntnisse im Anschluss mit einem qualifizierten persönlichen Coaching begleitet wird, sind die Anforderungen seitens Unternehmen und Teilnehmer optimal erfüllt.

Der Kernartikel ist der Impuls unseres Kollegen
Bernd Stelzer Berufspädagoge, Waldkappel