Die derzeitige Situation (Corona-Krise) versetzt viele Menschen in unserer Gesellschaft in einen Zustand erhöhter Spannung. Was konkret diese Spannung erzeugt, beantworten wir auf unterschiedliche Art und Weise. Machen wir die Probe:

Was erzeugt aktuell in Ihnen Spannung?

Nehmen Sie sich eine Minute für Ihre Antwort! ‚Stress‘ lautet die Zusammenfassung unserer vielfältigen Antworten. Oft verwenden wir ‚Stress‘ ohne genaues Wissen, welche Dimensionen der Begriff beinhaltet. Aufgrund vieler Begegnungen (u.a. in Trainings, Workshops und Coaching-Sessions) stellen wir fest, dass Stresskompetenz in Organisationen und ihren Arbeitsebenen häufig begrenzt ist. Ein mangelhaftes, bisweilen schädliches Stressmanagement kann die Folge sein.

Hier bieten wir Hilfestellung an.

‚Stress macht doof‘ und ‚Stress steckt an‘ beschreiben jovial, zugleich jedoch humorvoll und treffend die entstehenden Situationen innerhalb sozialer Gemeinschaften (beruflich wie privat), wenn die Dosis an Stress übermäßig oder chronisch wirkt.

Dabei lässt sich Stresskompetenz rasch aufbauen, fördert proaktives Verhalten beim Einzelnen und unterstützt eine achtsame Organisationskultur und deren Kommunikation. Diese Kompetenz wirkt positiv auf Qualität und Produktivität – möglicherweise ein entscheidender Zukunftsfaktor!?

Was ist Stress überhaupt?

Es handelt sich um eine komplexe Reaktion unseres Organismus (Körper, Geist, Psyche …) zur Bewältigung einer als bedrohlich empfundenen Situation und ist somit überlebenswichtig. Allerdings haben sich Bedrohungen im Laufe der Evolution erheblich gewandelt. Während früher z.B. die Begegnung mit einem Raubtier Stress auslöste, sind es heute die Entwicklungen der ‚Moderne‘. Häufig ist unser Organismus darauf (noch) nicht angemessen vorbereitet und reagiert zeitweise mit einer unangemessen Stressreaktion.

Welche Rolle spielen Stressoren (=Faktoren, die Stress auslösen)?

Je nach Persönlichkeitsstruktur führen diverse Stressoren zu einer Aktivierung unseres Stresssystems. Während einige Menschen z.B. ‚social distancing‘ als bedrückend empfinden und deutliche Stress­reaktionen zeigen, ist es für andere eine willkommene Auszeit für ein Zuviel an menschlicher Nähe. Für ein effektives und gesundes Miteinander ist es bedeutsam, Menschen in ihrer ‚Eigenart‘ zu sehen, deren potenzielle Stressoren zu erkennen und ernst zu nehmen.

Die Corona-Krise bringt neue Situationen und somit auch neue Stressoren mit sich (z.B. Home-Office mit technischen und sozialen Herausforderungen; Kurzarbeit mit finanziellen Auswirkungen). Der Bedarf an verbesserter Stresskompetenz wird deutlich aufgezeigt.

Wie kann ich für mich und meine Organisation Stresskompetenz aufbauen?

Als Grundlage dient die gezielte Aufklärung und Schaffung einer Wissensbasis. Mitarbeitende halten ‚das Heft des Handelns‘, wenn sie Stress und bedingte Reaktionen verstehen und können somit gezielt an Ihrer Selbstwirksamkeit arbeiten. Innerhalb von Organisationen (z.B. Teams) können wir leicht ergründen, welche typischen Stressoren der Arbeitsalltag mit sich bringt. In Kenntnis der Persönlichkeitsstrukturen der Teammitglieder lassen sich gezielte Handlungsstrategien entwickeln, die sowohl präventiv zur Vermeidung unnötiger Stressoren dienen als auch akute Interventionen zum Stressabbau ermöglichen, falls es uns doch mal wieder erwischt.

Das sollte uns keinesfalls größere Sorgen bereiten, Unkenntnis und Untätigkeit allerdings schon. Werden Sie aktiv! Wir unterstützen Sie und Ihre Teams gern.